SEMP - Smart Energy Management Program

Entsprechend dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG, §6) müssen Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen bis 100 KW dem Netzbetreiber Eingriffsmöglichkeiten gewähren, die Einspeiseleistung zu reduzieren. Im Gegenzug ist der Netzbetreiber verpflichtet, eine genaue Registrierung und Aufzeichnung der EEG–Managementmaßnahme durchzuführen und dem betroffenen Anlagenbetreiber für den dabei nicht eingespeisten Strom zu entschädigen. Allein im Netzgebiet des Bayernwerks waren im Juni 2016 1.007 Regelungseinsätze notwendig. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich im Netzgebiet des Bayernwerks mit über 250.000 regelungsbedürftigen PV-Anlagen ein Großteil der deutschen PV Einspeiser befindet.

Im Forschungsprojekt SEMP wird ein zum zukünftigen MessSystem 2020 konformes, ganzheitliches System zur sicheren, aktiven Fernregelung von Einspeisern und Lasten gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Energiewirtschaftsgesetz und der Verordnung zu abschaltbaren Lasten sowie zur Erkennung von Angriffen entwickelt. SEMP stellt eine neuartige Kombination innovativer Technologien mit Neuentwicklungen dar. Es umfasst eine lokale Steuereinheit, die über das Smart Metering Gateway Kommandos empfängt, validiert und ausführt, sowie ein aktives Gateway Adminsystem zur Steuerung, Abrechnung und Entschädigungsverwaltung, eine Systeminfrastruktur beziehungsweise Prozesslandschaft für Installation, Betrieb und Wartung des Systems durch entsprechende Dienstanbieter wie Netzbetreiber sowie innovative, erstmals im Energiemanagement eingesetzte Sicherheitsfunktionen.

PROJEKTVOLUMEN: 1,4 MILLIONEN EURO

  • Das Projekt SEMP läuft bis Ende Juni 2018. Das Projektvolumen beträgt 1,4 Millionen Euro, es handelt sich dabei um ein ZIM-Projekt
  • Kooperationspartner sind die Unternehmen E.ON Metering GmbH, ITF - Fröschl EDV GmbH und eMundo GmbH