Funktionale Sicherheit bei Ladesäulen

Das E-Mobilitätscluster Regensburg untersuchte in Kooperation mit dem LaS³ (Laboratory for Safe and Secure Systems) Ladestationen auf ihre Sicherheitsfunktionen. Ziel war es sowohl eine Aussage über das derzeitige Schutzniveau, als auch über Möglichkeiten zur Verbesserung zu treffen.

Für die Einstufung in Sicherheits-Integritätslevel(SIL) wurden die Ladestationen bezüglich ihres Risikos beurteilt. Dafür wurden die möglichen Fehlfunktionen und die dabei auftretende Gefährdung für Nutzer oder Umwelt festgestellt. Um die Fehlfunktionen zu vermeiden wurden Sicherheitsfunktionen implementiert. Gewisse Sicherheitsfunktionen wurden bereits in derzeit am Markt erhältlichen Ladestationen implementiert.

Ausgehend von der Gefährdung wurde durch das SIL Anforderung an den Sicherheitskreis des Gesamtsystems bezüglich Ausfallraten und verwendbarer Komponenten gestellt. Dafür wurde ein Standard-Ladestations-Modell untersucht und bewertet. Davon ausgehend wurde untersucht, welche zusätzlichen Anforderungen an die Architektur von Ladestationen entstehen.

In höheren Sicherheits-Integritätslevel entstanden auch Anforderungen an das Lifecycle-Management des Produktes, also wie Wartungen durchzuführen sind und welche Dokumentationen dabei notwendig sind. Auch diese Schritte wurden bei der Untersuchung berücksichtigt.

Das Cluster hatte in Kooperation mit der Hochschule Regensburg, Labor Las3, einen Leitfaden zur Erstellung ausfallsicherer Software im Bezug auf die funktionale Sicherheit bei Ladesäulen nach IEC 61508 erstellt.
Der Leitfaden kann Interessenten zur Verfügung gestellt werden.